Eine persönliche Perspektive
Ich wollte einen Film über ein Gefühl machen, das wir vielleicht alle auf irgendeine Weise kennen: den Moment, in dem man erkennt, dass eine Entscheidung einen weiter gebracht hat, als man eigentlich gehen wollte. Wir treffen jeden Tag Entscheidungen. Manche sind unbedeutend. Andere bleiben bei uns. Oft glauben wir, dass wir, wenn etwas schiefgeht, einfach umkehren und noch einmal von vorne anfangen können. Aber manchmal warten wir zu lange. Ruin Drive erzählt von dem Moment, in dem eine Reihe von Entscheidungen nach und nach jeden möglichen Ausweg verschließt. Wenn die Konsequenzen nicht mehr etwas sind, dem man ausweichen kann, sondern etwas, dem man sich stellen muss. Für mich geht es in diesem Film nicht darum, die Entscheidungen eines Menschen zu beurteilen. Es geht darum zu verstehen, wie wir zu ihnen gelangen – und was passiert, wenn es keinen Weg zurück mehr gibt. Genau dieses Gefühl wollte ich mit Ruin Drive einfangen.