Eine persönliche Perspektive
Mit False Minds, meinem dritten Film als Filmemacher, begann für mich der erste große Erfolg in der internationalen Independent-Filmszene. Ich wollte die Geschichte zweier Frauen erzählen, die in ihrer Persönlichkeit unterschiedlicher kaum sein könnten. Was zunächst wie eine Beziehung zwischen zwei gegensätzlichen Charakteren beginnt, entwickelt sich langsam zu einem gefährlichen Kampf aus Liebe, Eifersucht und schließlich Mord. Möglich wurde dieser Film vor allem durch zwei hervorragende Hauptdarstellerinnen. Anna-Maria Bergold verkörpert die böse und bedrohliche Frau, während Sonja Welter die Rolle der blonden, angsterfüllten Frau übernimmt, die zunehmend in eine verstörende Situation gerät. Ihre beiden sehr unterschiedlichen Charaktere und die intensiven Leistungen der Darstellerinnen gaben dem Film seine besondere Spannung. Dass False Minds anschließend auf internationalen Filmfestivals überzeugen konnte und insgesamt 16 Preise gewann, war für mich ein ganz besonderer Erfolg. Darunter waren dreimal in Folge erste Plätze in den Kategorien Beste Darstellerin, Bester Director und Bester Film. Für mich markiert False Minds deshalb einen wichtigen Moment in meiner Entwicklung als Filmemacher. Es war der Film, mit dem ich erstmals das Gefühl hatte, auch außerhalb meines unmittelbaren Umfelds wahrgenommen zu werden – und der mir gezeigt hat, dass meine Filme auch in der internationalen Independent-Filmszene ihren Platz finden können.